http://www.scoobymedina.org/news/2010/01-6-de.html
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Anfang Oktober bekam ich eine E-Mail von Catrin Gentile, die vor einiger Zeit einem Scooby-Galgo ein Zuhause gegeben hat. Sie schrieb, dass sie das 25-jährige Bestehen ihres Restaurants in Leopoldshöhe mit einem Benefiz-Konzert feiern möchten. Der Erlös sollte zu 100 % an Scooby gehen. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen, da wurde gleich geplant, hingefahren, ein kleiner Infostand wurde aufgebaut, und die treue Petra Schleimer reiste mit 3 ihrer Galgos an, damit die Gäste mal auf Tuchfühlung mit diesen saften Geschöpfen gehen und ihre durchweg angenehme Art kennenlernen konnten. Es kamen ca. 400 Leute in das schöne Festzelt, um den italienischen Klängen zu lauschen. Dann bat Catrin um eine Pause der Interpreten und Petra und ich gingen mit den Hunden auf die Bühne, um den Leute ein bisschen was von den Verhältnissen in Spanien zu erzählen. Keine grausigen Details, denn es sollte ja ein schöner Abend werden und keiner geschockt das Weite suchen...

Danach schnappte sich Catrin ein Mikro und forderte die Anwesenden mit großem Nachdruck auf , großzügig in ihr Portemonnaie zu greifen, um den Hunden bei Scooby, denen es noch nicht so gut geht wie Ihrem, zu helfen. Danach ging sie mit einer liebevoll dekorierten Spenden- Box durch die Reihen und ihre Box füllte sich vielversprechend!

Durch ihre gute Idee und ihren Einsatz konnte sie uns schließlich 1400,-€ auf unser deutsches Scooby-Konto überweisen!!! Die Freude darüber war groß, wie ihr euch vorstellen könnt! Ganz herzlichen Dank an das Ehepaar Gentile, Petra Schleimer und alle Spender!
Liebe Grüße,
Christiane
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Lippische Landeszeitung
Redaktion Bad Salzuflen
Seit einem Viertel Jahrhundert gibt es Ristorante & Eis-Cafe Cortina, 20 Jahre davon in der Herforder Straße. Catrin und Antonio Gentile planen zum Jubiläum ein großes Benefizkonzert mit italienischer Prominenz.
Leopoldshöhe
„Geplant ist ein großes Festzelt auf dem neuen Marktplatz“, freut sich Catrin Gentile,
während sie einen Blick in die Gästeliste wirft, die schon 360 Anmeldungen zählt.
Kein Wunder – Enrico Nascimbeni, Künstler und Poet aus Verona wird die Gäste mit Lieblingssongs aus seinem diesjährigen Gold- und Platin-Album „Uomini sbagliati“ erfreuen.
„In Deutschland ist er nicht so bekannt, aber in Italien füllt er Hallen mit 10.000 Menschen“, erklärt sie stolz.
Wie bekommt man denn einen italienschen Star nach Leopoldshöhe?
„Ich bin seit Jahren im Tierschutz aktiv und zwar besonders in dem spanischen Tierheim Scooby Medina del Campo, in dem zur Zeit 600 Tiere ein jämmerliches Dasein fristen“, beschreibt sie die derzeitige Situation.
Über die Internetseite, deren Pflege sie übernommen hat, habe sie den Tierfreund Enrico Nascimbeni kennengelernt. Damit war die Idee eines Benefizkonzertes geboren.
Die Einladung, nach Leopoldshöhe zu kommen, habe den Künstler anfangs verblüfft. Aber nach einer Woche Bedenkzeit kam die Zusage. „Wir haben uns riesig gefreut. Er wird gemeinsam mit anderen Künstlern wie Salvo Campisi & Beppe aus Sizilien, Alexander von Rothkirch und Andreas Krumwiede aus Hamburg sowie der Swing-Band „Henry and the Mencinis“ aus Berlin für einen unvergesslichen Abend sorgen“, schwärmt die Gastgeberin schon heute.
Der Eintritt für das Konzert am 23. Oktober sei frei, Anmeldungen aber dringend erbeten.
„Da alle Künstler große Tierfreunde sind und ehrenamtlich auftreten, werden wir um Spenden für das spanische Tierheim bitten “. Außerdem werden zwei Mitarbeiterinnen die Einrichtung kurz vorstellen, sowie die Galgo Espanol – spanische Windhunde, die von Jägern traditionell nach Ende der Jagdsaison im Alter von etwa drei Jahren auf unterschiedliche Arten „entsorgt“ werden und mit etwas Glück im Tierheim landen.
Auf die Frage: Warum ausgerechnet Spanien? Antwortet die Aktivistin
„Weil wir einfach dort helfen möchten, wo die Not am Größten ist.
Dabei sind uns genau so wenig Grenzen gesetzt, wie bei der Wahl unseres Urlaubslandes.“
Für den 24. Oktober ist von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Festzelt ein großer Flohmarkt geplant.
Anmeldungen bei Catrin Gentile Telefon: 05208-8472
Leopoldshöhe (ddp-nrw).
Für die meisten Menschen ist der Gang zur Toilette ein notwendiges Übel.
Doch wer im Restaurant Cortina von Catrin und Antonio Gentile
im lippischen Leopoldshöhe das stille Örtchen aufsucht,
erlebt eine angenehme Überraschung:
Die Wände von Wasch- als auch Toilettenräumen sind mit unzähligen Zetteln
verziert, auf denen Gedichte, Aphorismen,
Witze oder politische Spitzen verewigt sind.
«wir haben vor etwa drei Jahren die Toilettenräume renoviert
und das Budget war eher knapp.
Da ich mich schon seit vielen Jahren für Literatur, Poesie und Gedichte
interessiere, entschloss ich mich, die Wände mit Sprüchen zu verzieren.»
Mit ihrem Einfall möchte die quirlige Frau,
die «nebenbei» Kultur-und Bildungsmanagement in Hamburg studiert,
ihre Gäste für Kunst und Kultur begeistern sowie zum Nachdenken anregen.
«Zu Beginn war es sehr arbeitsintensiv,
passende Gedichte und Sprüche zu finden», erinnert sich Gentile,
«was sollte ich aufhängen und hoffentlich trete ich keinem auf die Füße.»
Doch ihr persönlicher Geschmack hat sich bestätigt.
Sie hängt nur Sachen auf, die ihr auch selbst gefallen.
Die Damen bevorzugen geschriebene Werke über Poesie und alles,
was mit Liebe zu tun hat.
Während die Männer Witze und politische Sprüche favorisieren.
Stammgäste suchen häufig schon mal vor der Bestellung die Toilette auf
und schauen, was es Neues an den Wänden gibt.
Denn Catrin Gentile fordert ihre Gäste extra auf,
bei Gefallen der Werke die Wände zu «plündern».
So kommt es dann auch schon vor,
dass ein Gast mit einem Zettel von der Toilette zurück kommt und dann
in geselliger Runde über ein Gedicht diskutiert oder
über einen Witz herzhaft gelacht wird.
«Aber auch Pärchen, die sich nicht mehr allzu viel zu sagen haben,
werden in unseren Gasträumen beziehungsweise Waschräumen inspiriert»,
weiß die junge Frau zu berichten,
«denn neben den Sammlungen in Toiletten- und Waschräumen
liegen überall Bücher herum, in denen gestöbert und auch drüber geredet wird»
.
dass ein Zettel aus dem Leopoldshöher Restaurant
nun ihr stilles Örtchen zu Hause schmückt.
Besonders nach Lehrerversammlungen in dem italienischen Restaurant
sind viele aufgehängte Zettel von den Wänden verschwunden -
was natürlich ganz «im Sinne der Erfinderin» ist.
Reklame ihres Restaurants ist auf den Gedichten und Sprüchen nicht zu finden.
«Da habe ich bewusst drauf verzichtet», berichtet Gentile weiter,
«denn erstens würde es mir persönlich auch nicht gefallen
und zweitens wissen die Leute, woher das Gedicht oder der Wirt stammt».
Dauerbrenner auf beiden Toiletten ist eindeutig Hermann Hesses «Stufen»,
und schon fängt die Literaturliebhaberin zu zitieren:
«Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit und auch jede Tugend.....».
Die Herren der Schöpfung nehmen sich eher Sprüche von
Hildegard Knef mit wie zum Beispiel
«Brüllt ein Mann, ist er dynamisch.
Brüllt eine Frau, ist die hysterisch» oder
«Ich habe ein einfaches Rezept, um, mich fit zu halten: Ich laufe jeden Tag Amok».
Als Gentile kürzlich einem Ehepaar mit ihrer sechsjährigen Tochter den Korb mit Kinderbüchern geben wollte, sagten die Eltern höflich
«Nein Danke».
Denn voller Stolz berichteten die Eltern,
dass ihr Sprössling ihnen gerade ein Gedicht von Rilke vorgelesen habe.
«Das freut mich dann natürlich besonders», sagte Catrin Gentile weiter
und klebt fleißig neue Zettel an die Wände der Wasch-und Toilettenräume.
Und es wird so sein, wie es häufiger vorkommt:
Dass ein Gast länger auf dem stillen Örtchen bleibt, als er eigentlich wollte.